Putzen Tipps und Tricks

Putzen, das muss ja leider ab und an sein. Um der leidigen Putzarbeit nicht zu viel Platz in unserem Leben zu geben, sollte mit System an die Sache herangegangen werden. Hier einige Tipps und Tricks, wie zum einen System in die Putzerei kommt, und wie man zumindest ein wenig schneller fertig wird.

Die richtige Grundausstattung zum Putzen

Nichts ist nerviger, als wenn man mit dem Putzen angefangen hat und da fehlt ein Tuch da und das richtige Reinigungsmittel dort. Bevor man anfängt, sollte man also die richtige Grundausstattung zusammen haben:

  • Reinger (siehe weiter unten, fünf reichen aus)
  • Viele verschiedene Putzlappen bzw. Tücher.
  • Leistungsstarken Staubsauger
  • Wischeimer
  • Schrubber
  • Kehrblech und Feger

Ich habe meist noch eine kleine Schachtel oder eine Tasche mit dabei, in der ich Dinge deponieren kann, die beim Aufräumen nicht aus dem Weg geräumt werden konnten oder die biem Putzen als Deplatziert ins Auge fallen).

Fünf Reiniger für die meisten Wohnungen ausreichend sind:

  • Essig- oder Zitronenreiniger
  • Allzweckreiniger
  • Scheuermilch
  • WC Reiniger
  • Glasreiniger

Meist ist es einfach besser, verschmutzte Stellen einweichen zu lassen (hier kann es durchaus auch einmal helfen, ein nasses Putztuch auf der Stelle liegen zu lassen) und entsprechend zu schrubben, als sich den 77. Spezialreiniger zu kaufen.

Während bei der Auswahl der Putzmittel gilt, weniger ist besser, gilt bei den Putzlappen: desto mehr, desto hygienischer. Je häufiger man den Lappen wechselt beim Putzen, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man Keime vom einen Ort zum anderen Ort überträgt. Wenn man nicht gerade Großputz macht und sowieso viele verschiedene Lappen benötigt, dann kann man sich bei der alltäglichen Putzerei durchaus zunutze machen, dass gerade Schwammtücher in verschiedenen Farben angeboten werden. So kann man ein Tuch nur für die Spüle nehmen und ein anderes Tuch für den Küchentisch.

Vorbereitung – Vor dem Putzen steht das Aufräumen

Bevor man den Putzlappen schwingt, sollte man zunächst aufräumen. Nichts ist nerviger, als beim Putzen um Dinge herumzuputzen. Gerade im Bodenbereich sollten freie Fahrt für Wischmopp und Staubsauger möglich sein. Hilfreich kann es auch sein, eine Kiste zu haben, um vor dem Putzen einer Fläche alles wegzuräumen.

Von oben nach unten putzen

Mit dem Staubsaugen und Wischen zu beginnen, sorgt zwar für ein schnelles Erfolgserlebnis, aber beim Staubwischen dann aufpassen, dass der frisch saugte und gewischte Boden nicht mehr schmutzig wird, ist ziemlich nervig. Also fängt man am obersten Punkt an, der dran ist. Bei kleinen Putzaktionen ist das meist das normale Staubwischen von Anrichte, Tisch und Sofa. Bei größeren Putzaktionen kann es auch die Deckenlampe sein, die mal vom Staub befreit werden muss oder die Bücher, die abgestaubt werden sollen.

Reihenfolge: Deckenlampen, Stehlampen, Anrichten, Regale, Fensterbänke, Tische, Kommoden, Beistelltische, andere Kleinmöbel, Sofa und Couch und am Ende kommt der Boden dran.

Bei Couch und Sessel kommt es drauf an, was es ist. Eine Ledercouch kann man ruhig auch mal  abwischen, andere Sitzgelegenheiten sollten auch abgesaugt werden. Am Ende noch den Boden saugen und ganz am Schluss noch feudeln.

Immer nur in eine Richtung putzen

Wenn man nicht gerade hartnäckige Dreckstellen von festsitzendem Schmutz befreien muss, gilt immer nur in eine Richtung putzen bzw. wischen. Alles andere würde den Dreck nur hin und her verteilen. Beim Boden wischen geht man etwas anders vor, da putzt man eine Acht.

Nebelfeuchtes Microfasertuch reicht zum Staub wischen

Wenn man nicht gerade die Küche oder das Bad putzt, dann dürfte ein nebelfeuchtes Microfasertuch wohl die Allzweckwaffe beim Putzen sein. Gerade staubige Flächen werden damit schnell wieder blitzblank. Vorallem, wenn man eben nur in eine Richtung putzt und zwischendurch das Tuch auch mal wechselt. Mit Microfasertüchern kann man eigentlich fast alles putzen, nur Holz nicht, dass kann davon Kratzer bekommen.

Richtig Fliesen und Holzdielen säubern

Zunächst wird natürlich grob gereinigt. Je nach Fläche wird erst der Staubsauger oder auch mit Besen eingesetzt. Das empfiehlt sich vor allem, wenn man Haustiere hat.

Wer ganz gründlich vorgehen möchte, sollte Fliesen und Holzdielen erst feucht und dann noch einmal trocken wischen. Dafür kann man einen Wischmopp nutzen aber auch einen Schrubber mit Mikrofaserbezug. Zunächst werden dabei immer die Ränder des Raums gesäubert, dann erst die Fläche in der Mitte. Dabei geht man so, dass man am Ende bei der Tür landet und nicht über die geputzten Flächen laufen muss. Als gute Technik hat sich die Achterbewegung erwiesen.

Badezimmer putzen

Im Badezimmer sollte man beim Putzen mit warmen Wasser nicht geizen. Warmes Wasser löst nicht nur Seifenreste besser, es tötet auch mehr Bakterien. Gerade im Bad gilt auch, den Putzlappen möglichst häufig zu wechseln. Und keinesfalls sollte man mit einem Putzlappen aus dem Bad noch weiter in der Wohnung wischen oder sauber machen.

Spiegel reinigen

Spiegel gibt es zwar meist nicht nur im Bad, aber hier schauen wir besonders oft in einen hinein. Für den Spiegel reicht in der Regel der Glasreiniger, und zwar am besten in Verbindung mit einem Mikrofasertuch. Bei anderen Tüchern gibt es häufig Schlieren oder man hat anschließend unliebsame Flusen und Fusseln auf der Scheibe.

Küche putzen

Gerade in der Küche sollte man regelmäßig sauber machen. So sollten die Arbeitsflächen nach der Nutzung immer gesäubert werden. Das heißt zunächst werden Krümel (hierfür eignet sich zum Beispiel auch ein Handstaubsauger oder Tischstaubsauger) und grober Dreck entfernt. Dann sollte die Platte noch einmal mild abgewischt werden. Dafür eignet sich Spülmittel und Wasser oder man nimmt einen Allzweckreiniger. Um sich das lästige Entkalken bei einer größeren Putzaktion zu sparen, sollte man die Armaturen gerade in der Küche nach Gebrauch immer noch einmal abwischen. Am nervigsten sind in der Küche fast die fettige Staubschicht, die sich auf nicht genutzten Flächen bilden. Das kann auf dem Kühlschrank, auf freien Regelbrettern oder auch auf Küchenschränken sein. Hier hilft ein neutrales Öl, um die Fettschicht einfacher zu lösen. Anschließend wird dann mit Spülmittel und Wasser nachgewischt. Wer kein neutrales Öl nehmen möchte, kann sich hierfür auch flüssige Gallseife besorgen.

Türen und Lichtschalter nicht vergessen

Einmal in der Woche sollte man mit einem nicht zu feuchtem Lappen auch Türen, Türrahmen und auch die Lichtschalter abwischen.